Jambo!
An alle Abenteuer Leser,

heute versuchen wir das erste Mal unser Glück und ich versuche ein paar kurze Eindrücke zu schildern.
Vermutlich gelingt das am besten über Bilder und kurze Worte dazu, ich weiß aber nicht ob die Internetverbindung da mitmacht.
Nach einem langen Flug und fast 24 Stunden auf den Beinen, bin ich dann in Dar Es Salaam am Flughafen angekommen.
Als ich meine Kontaktperson nach einiger Zeit des Suchens und völliger Verwirrung aufgrund des Visums gefunden hatte, ging es los.
Es war stockdunkel um halb zehn abends und ich konnte gar nicht so schnell nach rechts und links schauen, wie ich gern wollte.
Ich wurde dann mit meinen 2 Koffern und meinem Rucksack mit einem Bajaji, man stellt es sich am besten als Roller mit Kabine vor (Wenn es sein muss bietet es für 6 Leute Platz, hat aber auch drei Räder).
Solange noch alles geteert war, hatte ich auch kein Problem damit, weil man sich damit wirklich so leicht jeden Stau sparen kann, aber als die nicht mehr asphaltierte Straße plötzlich begann, war es eine Rüttelpartie sondergleichen. Von hinten und von rechts klopften jeweils 23 kg schwere Koffer gegen meinen Kopf und ich hatte mit jedem Mal die Befürchtung, das komplette Gefährt verliert sein Gleichgewicht und kippt um.

Das rote also ist ein Bajaji und im Hintergrund sieht man ein Daladala.
Nachdem ich diese Fahrt dann aber überlebt habe, lernte ich diese Vehikel zu schätzen, denn nichts ist anstrengender als eine stehende Fahrt im vollgestopften Daladala.
Die nächsten zwei Tage waren dem orientieren in Dar es Salaam gewidmet, was zum einen den Verkehr, die Währung oder einfach die Mentalität beinhaltet.
Wir waren am Strand und auf dem Markt in Mwenge, welcher um einiges angenehmer ist, als der größte Markt (Kariakoo) in Tansania.
diesen stellt man sich so vor. Kleine ziemlich heruntergekommene Lädchen aneinander gereiht, davor weitere Stände, davor Teppiche mit Bergen von Schuhen, Klamotten oder Technik. Dazwischen brummen laute Kompressoren, sodass man das Gefühl hat von einer warmen Dunstwolke geradewegs in die nächste überzugehen.
Schon alleine der Weg dorthin war von Stau geprägt, welchen Kinder, Jugendliche und Erwachsene nutzen, um dir mitten auf der Straße durch das offene Fenster eines Daladalas beispielsweise Nüsse, Süßes, Wasser oder Früchte anzubieten und zu verkaufen.
Seit Donnerstag war ich nun zum ersten Mal in der Zuna School, die einen Kindergarten und eine Grundschule zusammenfasst.
Nachdem ich mich beim headmaster vorgestellt hatte, durfte ich die Top Class besuchen, die mich gleich in ihre Rechenübungen einbezogen hatten. Jeder wollte einfach, dass ich schaue, ob alles richtig ist, oder wie das funktionieren mag.
Von nun an bin ich also gemeint, wenn es heißt: „Hey, teacher“.

Es gibt um circa zehn Uhr immer ein Frühstück mit Brot und einer-ich-weiß-noch-nicht-wie-ich-es-definieren-soll-Masse, die die Kinder für ihr Leben gern trinken, mir aber nicht wirklich schmeckt. Es schmeckt sehr nach Getreide und sieht nach Haferschleim aus.
Danach gibt es eine Einheit „Bildungsfernsehen“, die aber eher darin bestand mich als Frisierkopf, Hüpfburg und Kopfkissen gleichzeitig zu benutzen.
Danach war der Unterricht für heute auch beendet und der morgige Ausflug wurde erläutert.
Ja, richtig gehört, heute war ich im Wasserpark, als Abschluss der Schule, bevor eine Woche Ferien beginnen ;)
Hiervon genügen dann aber einige Eindrücke der Bilder und mein nächster Eintrag wird sich mit meiner Unterkunft befassen.
Ich grüße euch ganz herzlich, danke dass ihr so treu alles mit verfolgt, auch wenn ich wegen meines begrenzten Internetzugangs nur selten etwas schreibe.
Asante sana!
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